Das ökologische Jugendzentrum in Uyuni K’asa

Mit Gründung des Centro Ecológico Juvenil entstand 1990 das ökologische Jugendzentrum in Uyuni K’asa auf 3200 Meter Höhe. Mit dem Ziel Umweltbewusstsein durch eigene praktische Tätigkeiten in der Natur und mit der örtlichen Bevölkerung zu schaffen, begannen die ersten Aufforstungsarbeiten auf dem kargen Erosionsland.

So veränderte es sich von ehemals kahlem Steinboden und magerem Grasland stetig in eine grüne Zone von Wald, Wiesen, Gärten, Obstbäumen und Blumen. Inzwischen umfasst dies ein Gebiet von mehr als 500 Hektar Wald mit Kiefern, Eukalyptus, Eichen und knorrigen Kewnia-Bäumen. Der Wald dient als Lebensraum, Lehrstätte und Ruheort für Tiere, Pflanzen und Menschen.

 

Konzept und Wirkung

Die Aufforstung des Gebietes verlief nach dem Konzept, dass die zu bewaldenden Teilgebiete nach 20-jähriger Waldpflege den Töchtern der Bauern als Eigentum überschrieben werden. Somit konnte ein zusammenhängendes Wachsen des Waldes bewirkt werden. Gleichzeitig werden die Bauern und deren Töchter der Region in das Projekt miteinbezogen, indem sie lernen selbstständig Baumschulen zu unterhalten. Somit konnte ein nachhaltiges Fortbestehen des Baumbestandes gewährleistet werden.

Die ökologischen Wirkungen im Zuge der Aufforstung sind deutlich spürbar. Das Klima dieser ariden und landwirtschaftlich schwer zu bewirtschaftenden Region hat sich deutlich verbessert, die Wassermenge der hauptstadtversorgenden Quellen hat sich vervielfacht und die Biodiversität hat zugenommen. Die Böden sind fruchtbarer geworden und liefern bessere Erträge, was vor allem den Andenbauern zu Gute kommt.

 

Bildungsarbeit und Projekte

Im CEJ gibt es Werkstätten, Blockhütten, Gewächshäusern und ein Kleintiergehege. Es bietet eine finanziell sehr günstige Unterkunftsmöglichkeit für Touristen, Schulklassen und Studenten, um Urlaub zu machen, um Seminare durchzuführen und um Ideen in Projekten umzusetzen und tatkräftig mit anzupacken.

Studenten der Universität in Sucre gestalten eigene Projekte im Gelände des Jugendzentrums wie zum Beispiel eine Wurmzucht, der Bau von Trockenklos, Pflanzen in vertikalen Röhren mit Tröpfchenbewässerungssystem und trocknen und verkaufen von Pilzen. Darüber hinaus wird in Uyuni K’asa Terra Preta do Indio hergestellt, es gibt zwei Naturlehrpfäde und seit kurzem wird ein Brunnen zur Wasserversorgung installiert.

Außerdem wird im Zentrum selbst, das reichlich anfallende Kiefernholz als Baumaterial für Haus- und Möbelbau, Kunsthandwerk und Spiel- und Sportplätze verwendet. Diese können entweder selbst genutzt oder in diverse Städte Boliviens verkauft werden.

 

Unterkunft und Freizeit

Das CEJ steht in Kooperation mit dem internationalen Hostellingverband HI in Bolivien. Die Jugendherberge ist ganzjährig geöffnet. Verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Zwei große Seminarhäuser mit Küche, Toilette und Matratzenschlafplätzen für je 30 Personen 
  • Zwei Blockhäuser mit Küche und Bad für 2-4 Personen
  • Ein neues Ökohaus mit Küche und Bad für 4 Personen.
  • Ein Haus mit Gemeinschaftsküche und Toilette für 6 Persohnen
  • Ein Haus mit 6 Betten Küche, Bad, Wohnraum, Schlafraum

Im gesamten CEJ gibt es solare Stromversorgung, warme Duschen und Trinkwasser aus den Quellen.

Die Anmeldung kann über Ronald Soliz unter der Nummer 00591 4-6462810 oder 00591 73442721 erfolgen.

Die Übernachtungskosten sind zwischen 4,00€ und 9,00€ pro Person.

Die Umgebung von Cajamarca bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten durch den Wald, zum Rio de Cajamarca, hinauf zu den Cordillieren (4000m) und zu den Inkamalereien.

Die Hauptstadt Sucre ist ca. 30 km entfernt und ist gut erreichbar. Fahrten nach Sucre sind täglich mehrmals möglich (Busse, Lastwagen im nächsten Ort)