Neues aus Cajamarca

Ein neuer Berghang wird bepflanzt. 2000 Bäumchen sollen den Beginn der Regenzeit einweihen. Ab Dezember bis Anfang März wollen wir (bolivianische und deutsche Freiwillige) mindestens 5000 Pflanzlinge aus unserer Baumschule in die Erde setzen.

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07.07.2016, eine zukünftige Freiwillige (August 2016-Juli 2017) bittet um finanzielle Unterstützung

 

Ich möchte nicht „sorry“ sagen müssen!

Letztes Jahr bin ich während meiner Vorbereitungen auf die Kommunikationsprüfung in Englisch auf ein Videoaufruf von Prince Ea gestoßen („Dear Future Generations: Sorry„) in dem er sich erst bei den zukünftigen Generationen dafür entschuldigt, die Erde in einem beinahe unbewohnbaren Zustand zurückgelassen zu haben, sich dann aber selber korrigiert, denn es ist ja noch nicht so weit, noch können wir etwas tun, damit es nicht so wird.

Genau das habe ich mir zur Aufgabe gemacht!
Ich möchte Bäume pflanzen und bei den Menschen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir uns für noch so engagiert für Gerechtigkeit und gegen Armut einsetzen können, dies jedoch völlig irrelevant sein wird, wenn unser Ökosystem erst einmal zusammengebrochen ist, denn dann können wir alle nicht mehr überleben.

Also habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Projekt gemacht und bin auf das „ökologische Jugendbildungszentrum CEJ“ in Bolivien in der Nähe von Sucre gestoßen, bei dem ich ab Anfang August für ein Jahr im Rahmen von „weltwärts“ arbeiten werde.

Die Bundesregierung übernimmt die Flugkosten, jedoch nicht die gesamten Kosten für meinen Aufenthalt. Deshalb suche ich nach weiteren Unterstützern. Die monatlichen Unterhaltskosten für meinen Aufenthalt betragen 245€. Für ein Jahr bedeutet das 2.940€. Hinzu kommen 440€ für das Visum. Insgesamt benötige ich also 3.380€.

Sie möchten auch nicht „sorry“ sagen müssen, haben jedoch keine Zeit, selber Bäume zu pflanzen? Dann unterstützen Sie mich mit einer Spende über die Plattform Betterplace:

Aufforstungs- und Bildungsarbeit in Bolivien

Im Gegenzug möchte ich Ihnen gerne von meinen Erfahrungen während des kommenden Jahres berichten, entweder in einem E-Mail Newsletter oder auf einem Blog. Außerdem habe ich vor, wenn ich wieder zurück bin, in Freiburg einen Vortrag über meine Erlebnisse zu halten, zu dem Sie recht herzlich eingeladen sind. Über die genauen Daten werde ich Sie noch informieren.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Lena Luers, 26.06.2016, lena.maria10@gmail.com

April 27, 2016

Verdienstkreuz am Bande

Am 19. Dezember 2015 vom Bundespräsidenten J.Gauck unterschrieben und bei einer Feier am 22. April 2016 wurde Annelie Dehmel mit dem Orden der Bundesrepublik für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die sozial-kulturellen Lern- und Lehrerfolge in Deutschland und in den Ländern Afghanistan, Nicaragua und Bolivien wurden besonders hervorgehoben. Die ökologischen Veränderungen in und um Sucre in Bolivien herum, z.B. im Cajamarca-Hochtal und in Tarabuco sind besondere Erfolge. Bei all diesen Lebensprojekten von Annelie wirkten jeweils viele Menschen mit. Jede und jeder einzelne davon und Gruppen sind durch diese Ehrung mit einbezogen!

Schon im Jahre 2010 wurde Annelie von der Stadt Sucre der „Orden vom Gran Mariscal Ayacucho“ verliehen. Auch diese Auszeichnung schloss viele engagierte Menschen mit ein. Damals wie jetzt in Deutschland feierten wir jeweils einen  fröhlichen Tag mit allen Freunden und Helfern in den unterschiedlichen Lebensabschnitten.

Februar 11, 2016

Hier Informationen zu den Workcamps 2016/2017 in unserem Zentrum, sowohl für ältere als auch jüngere Bolivienfreunde.

Dez 12, 2015

Liebe Freunde und Unterstützer !

Hier schreibe ich euch/Ihnen einige wichtige Veränderungen und Begebenheiten aus unsem ökologisches Jugendzentrum in Bolivien, Cajamarca im diesem Jahr:

Die Brunnenbohrung :

Das Jahr 2015 war geprägt von Aktivitäten, um das Geld für die so dringend benötigte Brunnenbohrung für unser Zentrum im Hochtal von Cajamarca zusammen zu bekommen. Zur Begleichung der Rechnung diente der Verkauf von unserem selbstgeschnittenen Holz,  ein Zuschuss der Deutschen Botschaft in La Paz, eure großzügigen Spenden und auch mein Preisgeld, welches ich durch die Auszeichnung der Umweltstiftung „Fondation Yves Rocher“ im Februar diesen Jahres erhalten hatte.  Die noch ausstehenden 2000 € hoffen wir bald durch weiteren Holzverkauf begleichen zu können. Aus 100 m Tiefe fliesst nun das Wasser und wir geniessen mit unseren Jugendlichen, Mitarbeitern und Besuchern dieses köstliche Wassergeschenk! Seit drei Monaten können wir auch unseren Gemüseanbau regelmässig bewässern.

Wasser! – für alles Lebende im Ökologischen Jugendzentrum Uyuni K’asa, am:

20. Juni 2015 kam der klare Wasserstrahl aus der Tiefe und alle CEJ-Leute jubelten.

Eine kraftvolle Pumpe wurde angeschlossen. Sooo viel Wasser…hatten wir bisher nur, wenn der Regen im Januar und Februar drei Tage lang vom Himmel fiel. Die „Trockenmonate“ zwischen Mai und Oktober haben ihren Schrecken verloren. Wir sind dankbar für diese Gabe!

Die vier Mitarbeiter im `Centro Ecológico Juvenil´ waren in diesem Jahr besonders tüchtig bei der Walddurchforstung. Alte und kranke Bäume wurden – mit der Genehmigung der Forstbehörde – zum Schlagen ausgewählt und die vor Ort gesägten Bretter und Balken verkauft.

Imkereiausbildung

Nachdem im Jahre  2014 Wolfgang Schoop einen sehr erfolgreichen ersten Imkerkurs mit 150 Absolventen geleitet hatte, wurde unser Projekt dieses Jahr von Hubertus und Armgard Scholz unterstützt. In ihren drei Monaten bei uns haben sie u.a. ihr Fachwissen über die richtige Haltung und Pflege von Bienenvölkern an Seminarteilnehmer (Mitarbeiter und viele Bauern aus der Umgebung) weitergegeben.

Im April 2015 entwickelte unser weltwärts-Freiwilliger: Marius Oechsner einen ersten sehr schönen Lehrpfad mit Informationen zu Pflanzen und deren medizinischen Wirkungen.

Das Ehepaar Scholz richtete nun einen zweiten Lehrpfad mit Schautafeln über den Wald, seine Pflanzen, Bäume und Schädlinge ein. Armgard Scholz malte vor kurzem diese wunderschöne Infotafeln über Vögel, die  in den letzten beiden Jahrzehnten zugewandert sind.

Zu Beginn des Projektes im Jahre 1990 gab es nur Tauben und Bussarde im Cajamarca Hochtal.

Straßenreparaturen

Die Straßen, bzw. selbstgebauten Feldwege müssen ständig ausgebessert werden. Steine werden gesammelt zur Befestigung der Abbruchstellen.

Die beiden Projekt-Autos (Suzuki-Jeep und Kleinlaster/`Camioneta´) sind über 20 Jahre alt und ständig im Einsatz. Die Camioneta mit knapp 300.000 km muss bald ersetzt werden. Die Waldarbeit hat sie schrottreif gemacht. Woher oder von wem bekommen wir einen neueren Wagen?

Erste Hilfe Kurs

Am 3. Dezember organisierten wir einen Kurs in Erste Hilfe für Mitarbeiter des Zentrums, um zu den Gefahren bei den Arbeiten im Wald zu sensibilisieren. Die Ausbildung übernahm Frau Armgard Scholz. Zwei Ärzte aus der Region gaben ebenfalls gute Ratschläge.

Bisher  ungelöste  Probleme..

… sind die monatlichen Gehalts-Zahlungen der vier Festangestellten im Zentrum. Da wir bisher leider nur einen geringen Gewinn erzielen durch Einnahmen  beim Verkauf von Eiern und den Einkünften der Herberge bei Übernachtungsgästen. Dieses Geld reicht leider nur für ein Gehalt eines unserer Mitarbeiter. Wir müssen allerdings weitere drei aufbringen zusätzlich zu den laufenden Kosten wie: Materialien, Benzinkosten, Wegebau, Renovierungen.

Bisher habe ich das Problem mit den Gehältern noch nie angesprochen. Könnt Ihr uns beraten?

Möget Ihr / mögen Sie, liebe Leser ein gutes und gesundes Jahr 2016 erleben und weiterhin Freunde und Unterstützer unseres gemeinsamen und einzigartigen Erfolges der letzten 26 Jahre sein.

Mit dem Verein Centro Ecológico Juvenil und den vielen bolivianischen und internationalen Mitarbeitern gelingt der Einsatz zur Erhaltung und Verbesserung unserer Umwelt in kleinen Schritten…. so in 2015 und hoffentlich auch in 2016! Wir haben einen kleinen Teil unseres Planeten verändert, hunderttausende Bäume gepflanzt, tausenden Kindern und Jugendlichen den Umweltschutz nahegebracht.  Zahlreiche Bauernfamilien unserer Region sind beispielsweise inzwischen ebenfalls stolze Besitzer ihrer eigenen aufgeforsteten grünen Paradiese geworden.

Im Namen der Mitarbeitenden im Ökologischen Jugendzentrum „Herzlichen Dank“!

Annelie Dehmel

Annelie Dehmel

Gründerin des Ökologischen Jugendzentrum in der Gemeinde Cajamarca im Jahre 1990